Rohrnudeln|Germknödel

In diesem eiskalten, von meterhohem Schnee geprägten Winter brauchen wir natürlich dringend eine nachmittägliche Wärmung des Magens.

Das schöne an diesem Rezept ist ja, das man bis zuletzt zwei Wege offen hat: Auf dem Ofen kommen wunderbare Rohrnudeln, aus dem Dampfgarer Germknödel – meine einzige positive Erinnerung an das Skifahren, zu dem ich als Kind gepresst wurde.

Dazu wird ein halber Würfel Hefe in einer Tasse warmer Milch mit 2-3 Esslöffel der insgesamt 500g Mehl und 60g Zucker verrührt und erstmal in Ruhe gelassen, während Ihr verzweifelt den Rührhaken der Küchenmaschine sucht.

Schliesslich Mehl, zwei Eigelb, das Mark einer Vanille, eine Prise Salz, 80g weiche Butter und den Vorteig ausgiebig kneten (lassen). Ich lasse die Küchenmaschine eine Viertelstunde arbeiten, per Hand ist locker das doppelte fällig.

Der Teig muss nun mindestens eine Stunde in der nähe der Heizung gehen – je länger desto besser. Gibst Du der Hefe Zeit, entwickelt sie den Geschmack!

Daraus nun zwei Dutzend Bällchen formen und mit Obst füllen. In einer großen Form sollten sie gut Abstand voneinander haben, jetzt gehen sie nämlich nochmal eine gute Stunde.

Jetzt teilt sich der Weg:

Für Rohrnudeln mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker grosszügig bestäuben und bei 175° ca 20-30 Minuten in den Ofen.

Für Dampfnudeln / Germknödel kommt die Form eine halbe Stunde in den Dampfgarer.IMG_0546.JPG

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DIY Lebkuchen

Für mich geht ja nichts über Lebkuchen. Für die unfähige Jury – bestehend aus meinen Kollegen – leider schon, wodurch ich einmal mehr durch kulinarische Inkompetenz um den eigentlich selbstverständlichen Titel des EBERTLANG-Plätzchenmeisters betrogen wurde.

Damit Ihr selbst urteilen könnt, hier also das geheime Originalrezept:

Das ganze steht und fällt durch die wenigen wirklich Geschmack gebenden Zutaten, hier also nicht in den nächstgelegenen Feinkostladen rennen, sondern das Orangeat & Zitronat im gut sortierten Spezialitätenhandel beziehen!

Man mische:

  • 3 Eier
  • 160g gemahlene Mandeln
  • 160g gemahlene Haselnüsse
  • 125g Zucker
  • 125g Mascobado
  • Vanille
  • je 50g fein(!) gewürfeltes Orangeat & Zitronat
  • 50g fein(!!) gewürfelte getrocknete Cranberries

Das ergibt eine pappige Masse, die eher nach süßem Senf aussieht als nach Weihnachten. Mit nassen Händen Bällchen formen, plattdrücken und auf eine Oblate pappen.

Für ca 15 min bei 175° ab in den Ofen. Die Lebkuchen sollten keinesfalls bräunen, sonst werden sie zu trocken.

Für eine Zuckerglasur den Saft einer Orange mit Puderzucker vermischen, ich mag es lieber mit SchokoglasurIMG_4396.

 

 

Linguine mit Blumenkohl

Einmal mehr ist Sonntag Mittag, die Mägen leer, aber die Gemüsekiste von Bio-Hopper voll. Also heisst es den Inhalt in eine spannende Form bringen.

Es finden sich:

  • Blumenkohl
  • Schalotten
  • Kirschtomaten

Das erinnert mich an ein altes Rezept, das ich allerdings nicht mehr finde.

Also los:

Den Blumenkohl in Röschen schneiden und in Salzwasser gut wässern. Das treibt eventuelle Bewohner vor die Tür, was insbesondere angesichts der im gestrig verkochten Grünkohl wohnenden schnuckelig grünen Raupen nie eine schlechte Idee ist.

Während die Zwangsräumung des Blumenkohls fortschreitet, wird der Ofen auf 230 Touren gebracht und die Schalotten gewürfelt, die Tomaten geviertelt und ein Stück Panchetta in feine Streifen gebracht.

Alles zusammen kommt mit Olivenöl in eine grosse Form und ab in den Ofen.

Da bleibt alles bei gelegentlichem Wenden, bis die Linguine fertig gekocht sind, wird allerdings zwischendrin um ein Glas Weisswein ergänzt. Der stammt noch aus der guten alten Zeit, als der Weg nach Pampelonne noch nicht durch Bibi Blocksberg, Conni & die Ablehnung von blöder Erwachsenenmusik verunmöglicht wurde und somit nähere Ziele avisiert werden.

Die Pasta kommt dann bewusst schlecht abgetropft zum Blumenkohl und wird mit einer Handvoll Parmesan vermischt. Je nach Konsistenz, hilft etwas Nudelwasser der Sauce zur vollendeten Sämigkeit.

Durch Speck, Parmesan und Nudelwasser sollte der Salzgehalt schon stimmen, zum Abschluss reicht Pfeffer aus der Mühle ™ und Petersilie.

Leider kein Bild, da aufgegessen.

 

 

Sonntag. Scones.

Scones sind der Sonnenschein an einem müden, grauen Januarsonntag. Und dazu noch in nullkommanix gemacht.

200 g Mehl
50 g Zucker
etwas weniger als 1/2 Säckchen Backpulver
gute Prise Salz
100 g zerlassene Butter
100 ml Buttermilch

Alles zu einem fluffigen Teig vermischen, ausrollen, ausstechen, formen und mit einem Eigelb und etwas Buttermilch bestreichen.

Je nach Lust & Laune schmecken auch Rosinen oder Cranberries untergemischt gut.

Die Scones brauchen etwa eine Viertelstunde bei 180 Grad Umluft.

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Linguine mit Mangold

  • Schalotten, Knoblauch und Strunk des Mangolds anschwitzen
  • mit Noilly Prat ablöschen und mit Sahne und etwas Brühe einkochen
  • Linguine dazu geben und mit Nudelwasser die Konsistenz tunen
  • mit Muskat abschmecken

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Das Christkind hat was feines vorbei gebracht…

Ein Traum. Jede Sorte. Schluck.

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Mac & Cheese

In der Reihe „Klassiker, die zu scheußlich klingen um gut zu sein“ präsentiert die Küche heute Mac & Cheese – der amerikanische Nudeltraum.

Und was soll ich sagen – es schmeckt tatsächlich saugut. So gehts:

  • Macaroni kochen
  • Mehlschwitze mit drei EL Butter und Mehl ansetzen, mit zwei Tassen Milch aufgießen
  • zwei Schalotten fein geschnitten dazu, sowie Lorbeer, Senf, Paprikapulver und ein paar Minuten einkochen lassen
  • 400g geraspelten Cheddar unterheben
  • Gehackte Petersilie dazu
  • Nudeln mit Kalorienmasse vermischen

Ab jetzt unterscheiden sich die Traditionen: die Masse kommt jetzt in eine Auflaufform und mit Butterflöckchen und Semmelbrösel bedeckt in den Ofen. Ich fand M&C ohne Ofen wesentlich gschmackiger und frischer.

Trotz großer Skepsis beim Weibsvolk wird das definitiv ins Programm genommen. Schmeckt tatsächlich sensationell!

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