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Linguine mit Aubergine

img_1375Nachdem Pasta der optimale Dünger für Zwuckel zu sein scheint, aber auf Dauer Spaghetti mit Tomatensauce nicht erzeugerkompatibel ist, bin ich laufend auf der Pirsch nach neuen Varianten.

Hier kommt eine Variante mit Auberginen:

  • 2 Auberginen
  • Handvoll Cocktailtomaten
  • 1 Knoblauch
  • Linguine oder Spaghetti
  • Büffelmozarella
  • 2 Hand voll Basilikum

Bis das Nudelwasser kocht, würfelt Ihr die Aubergine und bratet sie sanft in Olivenöl an, das sollte zeitlich gerade aufgehen. Die Auberginen kommen auf ein Küchentuch, um etwas Öl loszuwerden.

Zwischenzeitlich schneidet Ihr den Knoblauch fein, die Tomaten viertelt Ihr.

Während die Nudeln kochen, wird der Knoblauch angebraten, und anschließend darin die Tomaten mit einer Hand voll Basilikum auf niedriger Stufe geschmolzen.

Kurz bevor die Nudeln fertig sind, kommen sie mit den Auberginen in die Pfanne zur Sauce. 2-3 Minuten ziehen die Nudeln noch in der Sauce gar. Wenn es zu trocken wird, mit Nudelwasser auffüllen, das bindet, bringt Geschmack und Salz.

Zum Schluss noch das Basilikum dazu, der Mozarella kommt kalt auf dem Teller mit dazu.

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Semmeln & Bagels

Da gute Semmeln ja fast nicht mehr zu bekommen sind, ist es also eine gute Zeit, auch das in das Repertoire der Selbstversorgung aufzunehmen.

Über das erste Rezept Hüllen wir den Mantel des Schweigens. Das Aussehen war zwar perfekt, der Geschmack jedoch absolut neutral – die Dinger haben schlicht nach nichts geschmeckt.

Eine weitere Suche bringt dann ein Rezept von Lea Linster zum Vorschein. Vielversprechend ist schonmal die lange Teigführung – der Vorteig lässt der Hefe einen ganzen Tag Zeit, Geschmack zu entwickeln. Und das merkt man den Semmeln auch an. Perfekte Krume, intensiver Geschmack, top Aussehen.

Nachdem der Semmeltest bestanden wurde, kommt die Verwandlung zum Bagel. Die Teiglinge werden wie bei der Semmel rundgewirkt, dann aber zu eine längeren Wurst gerollt und die Enden gut zusammengedrückt.

Nach einer weiteren Runde des Gehenlassens wird das Bagel zum Bagel durch Kochen. Hier fand ich sehr unterschiedliche Rezepte – Salz oder Honig ins Kochwasser; 30 Sekunden von jeder Seite bis zu 2 Minuten, versehen mit dem Hinweis, dass man hier auf keinen Fall mehr oder weniger Kochzeit haben darf!
Honig war bei mit schon mal aus, also habe ich Mascobado ins Kochwasser. Dazu die Kochzeit variiert. Bei einer Minute von jeder Zeit waren es am Ende optimale Bagels. Knusprige Krume, wunderbar aufgegangen, feiner Geschmack.
Tatsächlich ohne viel Aufwand der perfekte Bagel!
    

  

  

 Zutaten
Vorteig
250g Mehl

300g Wasser

10g Hefe
Hauptteig

750g Mehl

300g Wasser

8g Hefe

2TL Salz
Zubereitung:

Für den Vorteig die Zutaten vermischen und bei (kühler) Zimmertemperatur möglichst einen Tag stehen lassen.

Am Folgetag die restlichen Zutaten vom Vorteig geben und da 12-15 Minuten durchkneten. Eine große Kugel formen und nochmals zwei Stunden gehen lassen.

Auf dem Teig 70g Portionen abstechen und rundwirken.

Für Semmeln:

Kugeln 30-240Minuten gehen lassen (mehr bringt mehr Geschmack & Fluffigkeit), auf ein Backblech geben, einschneiden und mit Wasser besprühen.

Ca. 15 Minuten bei 230° Umluft backen.

Für Bagels:

Auf den Teiglingen Würste mit da 1-1,5cm Durchmesser formen und die Enden gut zusammendrücken. Wasser aufkochen, und mit 2EL Mascobado oder Honig versehen. Bagels von jeder Seite eine Minute kochen, auf ein Backblech geben und 15 Minuten bei 230° Umluft backen.

Einfach, schnell und verblüffend gut: Koh 

In meiner Kindheit gab es in München ein jugoslawisches Restaurant, in das wir – viel zu selten – gegangen sind. Mein absoluter Liebling seit dem: Djuvec-Reis.

Dank serbischer Verwandschaft wurde mein Horizont erweitert durch Koh, eine köstliche Nachspeise, die von den Zutaten her erstmal langweilig und komisch klingt. Die Erfüllung folgt sofort mit dem ersten Löffel!

Und schnell geht es auch: man gibt dem Mixer viel Zeit (min. 7 Minuten), 7 Eier extrem schaumig zu schlagen und lässt zum Abschluss 7 Esslöffel Gries einrieseln. Die Mischung kommt in einer Form bei 180 Grad in den Ofen, bis sie schön golden gebacken ist.

In der Zwischenzeit kocht ein Liter Milch mit 7 Esslöffeln Zucker und einer Vanilleschote ein.

Kommt derdiedas Koh aus dem Ofen kommt die Milch drüber, damit sich alles schön voll saugen kann. Kauf zu glauben, aber der Liter Milch verschwindet Ruckzuck.

Fertig.

Dazu passen frische Früchte oder ein Kompott, ich ersetze gerne noch einen Teil des Zuckers durch Mascobado. Auch ein Hauch Tonkabohne ist nicht zu verachten.

Rohrnudeln|Germknödel

In diesem eiskalten, von meterhohem Schnee geprägten Winter brauchen wir natürlich dringend eine nachmittägliche Wärmung des Magens.

Das schöne an diesem Rezept ist ja, das man bis zuletzt zwei Wege offen hat: Auf dem Ofen kommen wunderbare Rohrnudeln, aus dem Dampfgarer Germknödel – meine einzige positive Erinnerung an das Skifahren, zu dem ich als Kind gepresst wurde.

Dazu wird ein halber Würfel Hefe in einer Tasse warmer Milch mit 2-3 Esslöffel der insgesamt 500g Mehl und 60g Zucker verrührt und erstmal in Ruhe gelassen, während Ihr verzweifelt den Rührhaken der Küchenmaschine sucht.

Schliesslich Mehl, zwei Eigelb, das Mark einer Vanille, eine Prise Salz, 80g weiche Butter und den Vorteig ausgiebig kneten (lassen). Ich lasse die Küchenmaschine eine Viertelstunde arbeiten, per Hand ist locker das doppelte fällig.

Der Teig muss nun mindestens eine Stunde in der nähe der Heizung gehen – je länger desto besser. Gibst Du der Hefe Zeit, entwickelt sie den Geschmack!

Daraus nun zwei Dutzend Bällchen formen und mit Obst füllen. In einer großen Form sollten sie gut Abstand voneinander haben, jetzt gehen sie nämlich nochmal eine gute Stunde.

Jetzt teilt sich der Weg:

Für Rohrnudeln mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker grosszügig bestäuben und bei 175° ca 20-30 Minuten in den Ofen.

Für Dampfnudeln / Germknödel kommt die Form eine halbe Stunde in den Dampfgarer.IMG_0546.JPG

DIY Lebkuchen

Für mich geht ja nichts über Lebkuchen. Für die unfähige Jury – bestehend aus meinen Kollegen – leider schon, wodurch ich einmal mehr durch kulinarische Inkompetenz um den eigentlich selbstverständlichen Titel des EBERTLANG-Plätzchenmeisters betrogen wurde.

Damit Ihr selbst urteilen könnt, hier also das geheime Originalrezept:

Das ganze steht und fällt durch die wenigen wirklich Geschmack gebenden Zutaten, hier also nicht in den nächstgelegenen Feinkostladen rennen, sondern das Orangeat & Zitronat im gut sortierten Spezialitätenhandel beziehen!

Man mische:

  • 3 Eier
  • 160g gemahlene Mandeln
  • 160g gemahlene Haselnüsse
  • 125g Zucker
  • 125g Mascobado
  • Vanille
  • je 50g fein(!) gewürfeltes Orangeat & Zitronat
  • 50g fein(!!) gewürfelte getrocknete Cranberries

Das ergibt eine pappige Masse, die eher nach süßem Senf aussieht als nach Weihnachten. Mit nassen Händen Bällchen formen, plattdrücken und auf eine Oblate pappen.

Für ca 15 min bei 175° ab in den Ofen. Die Lebkuchen sollten keinesfalls bräunen, sonst werden sie zu trocken.

Für eine Zuckerglasur den Saft einer Orange mit Puderzucker vermischen, ich mag es lieber mit SchokoglasurIMG_4396.

 

 

Linguine mit Blumenkohl

Einmal mehr ist Sonntag Mittag, die Mägen leer, aber die Gemüsekiste von Bio-Hopper voll. Also heisst es den Inhalt in eine spannende Form bringen.

Es finden sich:

  • Blumenkohl
  • Schalotten
  • Kirschtomaten

Das erinnert mich an ein altes Rezept, das ich allerdings nicht mehr finde.

Also los:

Den Blumenkohl in Röschen schneiden und in Salzwasser gut wässern. Das treibt eventuelle Bewohner vor die Tür, was insbesondere angesichts der im gestrig verkochten Grünkohl wohnenden schnuckelig grünen Raupen nie eine schlechte Idee ist.

Während die Zwangsräumung des Blumenkohls fortschreitet, wird der Ofen auf 230 Touren gebracht und die Schalotten gewürfelt, die Tomaten geviertelt und ein Stück Panchetta in feine Streifen gebracht.

Alles zusammen kommt mit Olivenöl in eine grosse Form und ab in den Ofen.

Da bleibt alles bei gelegentlichem Wenden, bis die Linguine fertig gekocht sind, wird allerdings zwischendrin um ein Glas Weisswein ergänzt. Der stammt noch aus der guten alten Zeit, als der Weg nach Pampelonne noch nicht durch Bibi Blocksberg, Conni & die Ablehnung von blöder Erwachsenenmusik verunmöglicht wurde und somit nähere Ziele avisiert werden.

Die Pasta kommt dann bewusst schlecht abgetropft zum Blumenkohl und wird mit einer Handvoll Parmesan vermischt. Je nach Konsistenz, hilft etwas Nudelwasser der Sauce zur vollendeten Sämigkeit.

Durch Speck, Parmesan und Nudelwasser sollte der Salzgehalt schon stimmen, zum Abschluss reicht Pfeffer aus der Mühle ™ und Petersilie.

Leider kein Bild, da aufgegessen.

 

 

Sonntag. Scones.

Scones sind der Sonnenschein an einem müden, grauen Januarsonntag. Und dazu noch in nullkommanix gemacht.

200 g Mehl
50 g Zucker
etwas weniger als 1/2 Säckchen Backpulver
gute Prise Salz
100 g zerlassene Butter
100 ml Buttermilch

Alles zu einem fluffigen Teig vermischen, ausrollen, ausstechen, formen und mit einem Eigelb und etwas Buttermilch bestreichen.

Je nach Lust & Laune schmecken auch Rosinen oder Cranberries untergemischt gut.

Die Scones brauchen etwa eine Viertelstunde bei 180 Grad Umluft.

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